,

Zecken bei Tieren

Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen erwachen auch Blutsauger wie Zecken, Milben und Mücken aus ihrem Winterschlaf. Vor allem die Zecken sind nicht nur lästig, sie können auch auf Tiere gefährliche Krankheitserreger übertragen. Nach einem Spaziergang mit dem Hund kommt man nicht immer alleine nach Hause. Da lassen sich schon mal kleine Tierchen beobachten, die durchs Fell der Vierbeiner krabbeln. Häufig handelt es sich dabei um Zecken, die einen geeigneten Platz zum Bluttrinken suchen. In der Schweiz sind drei Zeckenarten für Hunde und teilweise auch für Katzen relevant. Das Auftreten der Zecken hängt in unseren Breitengraden massgeblich von der Temperatur ab. Die Zecken sind vor allem vom März bis im Oktober unterwegs.

Zecke ab, Kopf drin

Doch was tun, wenn man eine Zecke auf seinem Tier gefunden hat? Grundsätzlich ist dasselbe
Vorgehen wie beim Menschen angezeigt: Die Zecke sollte möglichst rasch und vollständig entfernt werden. Dazu eignen sich neben Pinzetten auch die diversen, in der Humanmedizin verwendeten Zeckenentferner, wie Zangen oder Ähnliches.
Häufig kommt man als Tierbesitzer jedoch gar nicht dazu, denn die Vierbeiner kratzen sich die Blutsauger kurz nach dem Biss selber ab, wobei meist der Kopf des Parasiten in der Haut bleibt. In diesen Fällen besteht kein Grund zur Panik. Wichtig ist jedoch, dass die Besitzer die Bissstelle täglich kontrollieren und während drei Tagen mit einer Desinfektionslösung betupfen. Sollte die Stelle anschwellen oder sich eine Rötung bilden, ist eine tierärztliche Begutachtung empfehlenswert.

Keine Impfung gegen Zecken

Wie beim Menschen kann der Biss einer Zecke auch bei Tieren von lokalen Hautreizungen bis zu
schweren Infektionserkrankungen führen. Die Parasiten können während der Blutmahlzeit nämlich Krankheitserreger wie Viren und Bakterien übertragen. Dazu gehören beispielsweise das
Bakterium «Borrelia burgdorferi», welches bei Mensch und Tier die sogenannte Lyme-Borreliose
hervorruft. Während Katzen von dieser Krankheit verschont bleiben, zeigen Hunde anfänglich nur
unspezifische Krankheitszeichen wie beispielsweise Müdigkeit, Lahmheit, Fieber oder Bewegungsunlust. Diese klinischen Anzeichen nehmen die Besitzer meist erst ernst, wenn sich das Wohlbefinden des Tieres nicht bessert. Aber bis dahin haben sich die Erreger bereits im Organismus ihres Opfers stark vermehrt und Schäden an Organen oder Gelenken
angerichtet. Die Behandlung der Borreliose ist meist sehr aufwendig und kostspielig. In der Schweiz ist für Hunde ein Impfstoff gegen Borreliose zwar zugelassen. Diese Impfung wird jedoch in der Praxis nur bei besonders gefährdeten Tieren angewendet. Ein unspezifischer Zeckenschutz mit entsprechenden Produkten wird vorgezogen, da die Borreliose nur eine von
mehreren lebensbedrohlichen Krankheiten ist, welche durch blutsaugende Parasiten übertragen wird.

Gibt es keine Zeckenimpfung fürs Tier?

Nein, wie beim Menschen existiert kein Impfschutz gegen die Blutsauger.

Tags:
Copyright Lindenapotheke | Alle Rechte vorbehalten | Powered by Mountain Projects | Impressum & Datenschutz

Log in with your credentials

Forgot your details?

X
X