Medikamente sind Mikronährstoffräuber

Mikronährstoffräuber

Die Aufnahme, Verstoffwechselung und Ausscheidung von Medikamenten und Mikronähstoffen verläuft über dieselben Stoffwechselwege. Dadurch kann es zu einer Konkurrenz dieser Wege kommen – es entstehen unerwünschte Arzneimittelwirkungen. Durch die Gabe von Mikronährstoffen kann diesem Prozess entgegen gewirkt werden. Folgende oft genutzten Medikamente sind bekannte Mikronährstoffräuber.

Cholesterinsenker rauben Coenzym Q10

Cholesterinsenker vom Typ der Statine hemmen den körpereigenen Aufbau von Coenzym Q10.

Zu den gängigsten Statinen zählen Sortis®(Atorvastatin), Selipran®(Pravastatin) und Crestor®(Rosuvastatin).

Coenzym Q10 ist ein wichtiges körpereigenes Co-Enzym, es kommt in jeder Körperzelle vor und ist notwendig für die Bildung der universellen Körperenergie ATP (Adenosin-Tri-Phosphat). Schon bei einem Mangel von 25% kommt es zu einem spürbaren Energieverlust. Die körpereigene Produktion nimmt ab im Laufe des Lebens. Die Hauptwirkungen von Coenzym Q10 sind, die Bildung der Zellenergie ATP, Stabilisierung der Zellwände, Stärkung des Immunsystems und Vorbeugung vor der Entstehung von Herzkrankheiten und essentiellem Bluthochdruck.

Coenzym-Q10-Mangel kann zu Symptomen wie Erschöpfung, Müdigkeit, schnelle Ermüdung bei körperlicher oder geistiger Tätigkeit, Konzentrationsschwäche und Antriebsarmut.

Diabetesmedikamente rauben Vitamin B12

Das Diabetesmedikament Glucophage®(Metformin) hemmt die Aufnahme von Vitamin B12.

Vitamin B12 ist beteiligt an der Synthese der DNA, an er Zellteilung und Blutbildung, der Energieproduktion in den Zellen, am Aufbau und Erhalt der Zellmembran und der Myelinschicht.

Vitamin B12 Mangel kann zur Beeinträchtigung der geistigen Leistungsfähigkeit, depressivee Verstimmung, Blässe, Müdigkeit, Kraftlosigkeit, Demenz und Neuropathie führen.

Magensäurehemmer rauben Magnesium

Magensäurehemmer hemmen die säureabhängige Aufnahme von Magnesium und Vitamin B12 aus der Nahrung.

Zu den häufigsten gebrauchten Magensäurehemmer, die auch Protonenpumpenhemmer genannt werden, zählen Pantozol®(Pantoprazol), Antramups®(Ompeprazol) und Nexium®(Esomeprazol).

Magnesium ist beteiligt an der Bildung von mehr als 300 lebenswichtigen Enzymen und beeinflusst so unsere Leistung und Energie. Es entspannt die Muskeln und verhindert Muskelkrämpfe. Es dient als natürliches Anti-Stress-Mittel, fördert einen erholsamen Schlaf, reguliert den Blutdruck und beugt Herzrythmusstörungen vor. Magnesium erhöht die Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse und verringert die Insulinresistenz der Zellen.

Magnesium Mangel kann zu Symptomen wie Muskelzucken, Müdigkeit, Herzrhytmusstörungen, Kopfschmerzen, Reizbarkeit, depressive Verstimmung, Schlafstörungen, innere Unruhe, Verdauungsbeschwerden.

 

Die Pille raubt Folsäure

Auch wenn Sie die Pille oder allgemein hormonelle Verhütungsmittel benutzen, empfehlen wir Ihnen, gut auf Ihren Mikronährstoffhaushalt zu achten, besonders heikel ist die Folsäure. Ein Mangel ist ganz einfach zu vermeiden, in dem Sie ein gut dosiertes Folsäure-Präparat zu sich nehmen. Bestimmte Nahrungsmittel sind übrigens speziell mit Folsäure angereichert, wir informieren und beraten Sie ausführlich zum Thema: unkompliziert und ohne Termin. Kommen Sie vorbei, wenn es Ihnen passt. Wir sind gerne für Sie da.

 

Unsere Empfehlung

Wenn sie eines oder mehrere der oben genannten Medikamente einnehmen müssen, helfen wir ihnen gerne weiter und beraten sie gerne zum Thema Mikronährstoffe.

Natürlich bieten wir in den Lindenapotheken eine gezielte Mikronährstoffberatung an. Lesen Sie hier mehr darüber.

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