Haustiere und ihre Probleme

Parasiten bei Tieren

Flöhe, Milben und Mücken suchen während der warmen Monate nach Opfern. Viele dieser Parasiten können auch auf den Menschen übergehen. So trifft man immer wieder Tierhalter an, die Einstiche von Katzen- oder Hundeflöhen an Armen und Beinen aufweisen. Würde man bei diesen Besitzern ihre Wohnung genauer unter die Lupe nehmen, liessen sich unendlich viele Floheier und Larven in Teppichen, Polstergruppen und Matratzen finden. Schliesslich legt ein einziges Flohweibchen während seiner einmonatigen Lebensdauer über zweitausend Eier in die Umgebung!

Effektiver Parasitenschutz

Ob Zecken, Flöhe oder Milben – ein effektiver Parasitenschutz gegen diese Schmarotzer ist sind sogenannte `Spot-on-Präparate.
Diese haben sich in der Praxis bewährt.
Die meisten dieser Tierarzneimittel werden den Tieren einmal im Monat im Nackenbereich auf die Haut geträufelt. Der Wirkstoff verteilt sich anschliessend überall in der Haut und verhindert schon nach wenigen Stunden den Befall der Vierbeiner mit Fellparasiten. Der Vorteil sogenannter «Spot-on-Präparate» ist, dass der Wirkstoff nicht ins Blut übergeht und damit innere Organe belastet, sondern sich «nur» in der Talgschicht der Haut ansammelt. Als Alternative bieten sich bei Hunden und Katzen Halsbänder gegen die Blutsauger an. Unterstützend können zudem Shampoos mit antiparasitärer Wirkung eingesetzt werden.

Schmerzen bei Tieren

Verhaltensänderungen bei Tieren kommunizieren häufig körperliche Beschwerden. Die Besitzerin bemerkte beim Reiten, dass das Tier nicht mehr richtig mitmachen mochte, auch in der Box und im Umgang mit den Artgenossen verhielt sich das Pferd mehr und mehr introvertiert, zog sich zurück und liess Bewegungsdrang und Lebensfreude vermissen. Dies war insofern frappant, da das Tier als aufgeschlossene, lebendige Frohnatur bekannt war. Der Tierarzt überwies die Stute nach seiner Konsultation in eine Tierklinik, damit eine Szintigraphie gemacht werden konnte. Dieses bildgebende Verfahren der nuklearmedizinischen Diagnostik eignet sich zur Sichtbarmachung von Entzündungsherden im Skelett. Prompt wurde eine Entzündung im Halswirbelbereich ausgemacht, die offenbar äusserst schmerzhaft für das Pferd war. Als konventionelle Therapiemassnahme wurde Depotkortison zur langfristigen Entzündungshemmung gegeben. Ergänzend kam der Entschluss, dem Pferd eine Reitpause zu verordnen und unterstützend einen pferdespezialisierten Osteopathen hinzuzuziehen. Die ganzheitliche manuelle Behandlung des Bewegungsapparats durch den Osteopathen zeigte positive Wirkung auf die betroffenen Wirbel. Parallel wurde Akupunktur in die Therapie integriert und die Schwachstelle an der Wirbelsäule wurde durch den Start eines Aufbau- und Rehatrainings besser und funktioneller in die Muskulatur eingebettet. Dieser Muskelaufbau wurde durch eine Ernährungsumstellung und eine individuell auf das Pferd zugeschnittene Mineralstoffaufnahme optimiert. Der Osteopath empfahl den Zuzug eines Zahnmediziners, weil vermutlich Asymmetrien im Gebiss Auswirkungen auf die Entzündungsherde im Bewegungsapparat hatten.
Der vorliegende Behandlungszyklus ist insofern speziell, dass der zuerst behandelnde Tierarzt die osteopathischen Massnahmen empfahl. Der Osteopath verwies auf den Zahnmediziner. Diese Nutzung des spezialisierten Therapeutennetzwerkes ist eine ideale Form der Interprofessionalität. Die ganzheitliche Wahrnehmung und die daraus folgenden umfassenden Behandlungen, linderten die Schmerzen beim Tier und führten zu einer dauerhaften Abheilung der Entzündung.

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